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Hier stehen die Begriffe, die in Gesprächen, Angeboten und E-Mails immer wieder vorkommen: in je zwei, drei Sätzen erklärt. Zum Nachschlagen, zum Weiterschicken, ohne dass Sie dafür ein IT-Studium brauchen.
Eine einfache Faustregel für Backups: drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Arten von Speicher, davon eine an einem anderen Ort. So überlebt mindestens eine Kopie, auch wenn ein Gerät kaputtgeht oder das Büro abbrennt.
Warum es Sie betrifft: Wer alle Kopien am selben Ort hat, hat im Ernstfall oft gar keine.
Eine Sicherheitskopie Ihrer Daten, die getrennt vom Original aufbewahrt wird: damit nach einem Defekt, einem Diebstahl oder einem Verschlüsselungsangriff nichts verloren ist. Wichtig: Ein Backup, dessen Wiederherstellung nie getestet wurde, ist streng genommen nur eine Hoffnung. Erst der erfolgreiche Test macht daraus eine Sicherung.
Warum es Sie betrifft: Der häufigste Datenverlust passiert nicht durch Hacker, sondern durch kaputte Festplatten und versehentliches Löschen.
Ihre Daten und Programme liegen nicht auf einem Gerät bei Ihnen, sondern auf Servern eines Anbieters: erreichbar über das Internet. „In der Cloud" heißt also schlicht: auf dem Computer von jemand anderem, mit Zugriff von überall. Das ist praktisch, verlagert die Verantwortung für den Betrieb aber nicht die für Ihre Daten.
Das „Telefonbuch des Internets": Es übersetzt einen Namen wie erutix.com in die Nummer (IP-Adresse) des Servers, der dahintersteht. Jedes Mal, wenn Sie eine Website aufrufen oder eine E-Mail verschicken, wird zuerst im DNS nachgeschlagen.
Warum es Sie betrifft: Fehlerhafte DNS-Einträge sind ein häufiger Grund, warum E-Mails nicht ankommen oder eine Website plötzlich nicht erreichbar ist.
Ihre Adresse im Internet, zum Beispiel ihrefirma.at. Sie kaufen eine Domain nicht, sondern mieten sie jährlich bei einer Registrierungsstelle. Website und E-Mail-Adressen hängen daran: wer die Domain kontrolliert, kontrolliert beides.
Warum es Sie betrifft: Die Domain sollte auf Ihr Unternehmen registriert sein, nicht auf eine Agentur oder einen früheren Dienstleister.
Die europäische Datenschutz-Grundverordnung. Sie regelt, wie Unternehmen mit personenbezogenen Daten umgehen müssen: also mit allem, was sich einer Person zuordnen lässt, von der E-Mail-Adresse bis zur Kundenakte. Für die IT bedeutet das vor allem: wissen, wo welche Daten liegen, wer darauf zugreifen kann und wie sie geschützt sind.
Ein digitaler Türsteher zwischen Ihrem Netzwerk und dem Internet: Er lässt nur den Datenverkehr durch, der ausdrücklich erlaubt ist, und blockt den Rest. Eine Firewall steckt heute in fast jedem Router und Betriebssystem: entscheidend ist, dass sie richtig eingestellt ist.
Der Betrieb Ihrer Website oder Anwendung auf einem Server, den ein Anbieter für Sie bereitstellt: vergleichbar mit einer gemieteten Geschäftsfläche, nur eben im Internet. Der Anbieter stellt Platz und Anschluss, um Inhalte und Pflege kümmern Sie sich selbst.
Ein Grundprinzip sicherer IT: Jede Person und jedes Programm bekommt nur die Zugriffsrechte, die für die eigentliche Aufgabe nötig sind, nicht mehr. So wie nicht jeder Mitarbeiter einen Schlüssel zum Tresor braucht. Passiert dann doch etwas, bleibt der Schaden klein.
Warum es Sie betrifft: Viele Vorfälle werden erst dadurch schlimm, dass ein einzelnes gekapertes Konto Zugriff auf alles hatte.
Systeme schreiben mit, was passiert: Wer hat sich wann angemeldet, welche Fehler sind aufgetreten, welche Änderungen wurden gemacht. Diese Protokolle sind wie ein Fahrtenbuch: im Normalfall liest sie niemand, aber wenn etwas schiefgeht, sind sie oft der einzige Weg, die Ursache zu finden.
Hosting, bei dem sich der Dienstleister auch um den laufenden Betrieb kümmert: Updates, Backups, Überwachung, Reaktion bei Problemen. Beim normalen Hosting mieten Sie nur die Fläche: beim Managed Hosting ist der Hausmeister inklusive.
Die laufende Überwachung von Systemen: Ist die Website erreichbar? Läuft das Backup? Geht der Speicherplatz zur Neige? Gutes Monitoring meldet Probleme, bevor Kundinnen und Kunden sie bemerken: statt erst, wenn das Telefon läutet.
Ein moderner Ersatz für Passwörter: Statt etwas einzutippen, bestätigen Sie die Anmeldung mit Ihrem Gerät: etwa per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Der eigentliche Schlüssel bleibt auf Ihrem Gerät und lässt sich nicht durch gefälschte Anmeldeseiten abgreifen. Damit sind Passkeys deutlich widerstandsfähiger gegen Phishing als klassische Passwörter.
Ein Programm, das für jeden Dienst ein eigenes, langes Zufallspasswort erzeugt und sicher verwahrt: Sie müssen sich nur noch ein einziges Hauptpasswort merken. Das löst das eigentliche Problem: Menschen können sich keine 50 verschiedenen guten Passwörter merken, und überall dasselbe zu verwenden ist riskant.
Warum es Sie betrifft: Wird ein Dienst gehackt, bei dem Sie Ihr Standardpasswort verwenden, sind sonst alle anderen Konten gleich mit betroffen.
Betrugsversuche per E-Mail, SMS oder Anruf, die Sie dazu bringen sollen, Passwörter preiszugeben, Anhänge zu öffnen oder Geld zu überweisen. Die Nachrichten sehen oft täuschend echt aus: angeblich von der Bank, einem Paketdienst oder der eigenen Geschäftsführung. Phishing zielt nicht auf Technik, sondern auf Menschen unter Zeitdruck.
Warum es Sie betrifft: Die meisten erfolgreichen Angriffe auf kleine Unternehmen beginnen mit einer einzigen überzeugenden E-Mail.
Schadsoftware, die Ihre Dateien verschlüsselt und erst gegen Lösegeld wieder freigeben soll: digitale Erpressung. Oft werden die Daten vorher zusätzlich kopiert, um mit Veröffentlichung zu drohen. Der wirksamste Schutz: aktuelle Systeme, geschulte Aufmerksamkeit und Backups, die vom Netzwerk getrennt aufbewahrt werden.
Das Zurückspielen von Daten aus einem Backup: also der Moment, in dem sich zeigt, ob die Sicherung etwas taugt. Ein Restore sollte regelmäßig geprobt werden, nicht erst im Ernstfall. Dann weiß man auch, wie lange es dauert, bis alles wieder läuft.
Ein Computer, dessen Aufgabe es ist, für andere Geräte Dienste bereitzustellen: Websites ausliefern, E-Mails verwalten, Dateien speichern. Er steht im Rechenzentrum oder im Betrieb und läuft rund um die Uhr: im Gegensatz zum Arbeitsrechner, an dem jemand sitzt.
Drei Einträge im DNS Ihrer Domain, die gemeinsam belegen, dass eine E-Mail wirklich von Ihnen stammt: SPF legt fest, welche Server in Ihrem Namen senden dürfen, DKIM versieht jede Nachricht mit einer digitalen Unterschrift, und DMARC sagt empfangenden Servern, was mit Fälschungen passieren soll. Fehlen diese Einträge, landen Ihre E-Mails schneller im Spam und Betrüger können leichter in Ihrem Namen schreiben.
Warum es Sie betrifft: Große Anbieter wie Google und Microsoft verlangen diese Einträge inzwischen, damit E-Mails überhaupt zugestellt werden.
Das Vortäuschen einer falschen Identität: Eine E-Mail sieht aus, als käme sie von Ihrer Chefin, eine Anrufnummer wie die Ihrer Bank. Technisch ist das erschreckend einfach, wenn keine Schutzmaßnahmen wie SPF, DKIM und DMARC eingerichtet sind. Spoofing ist oft der erste Schritt eines Phishing-Angriffs.
Der digitale Ausweis einer Website, erkennbar am Schloss-Symbol in der Adresszeile des Browsers. Es sorgt dafür, dass die Verbindung verschlüsselt ist und Sie wirklich mit der richtigen Website sprechen: niemand kann unterwegs mitlesen. Das Schloss sagt allerdings nur, dass die Verbindung sicher ist, nicht, dass der Betreiber vertrauenswürdig ist.
Eine Test-Kopie Ihrer Website oder Anwendung, auf der Änderungen ausprobiert werden, bevor sie live gehen. So wie man ein Theaterstück erst probt, bevor Publikum im Saal sitzt. Fehler fallen dort auf, wo sie niemandem schaden.
Eine vom Hersteller nachgelieferte Korrektur für Software: sie behebt Fehler und schließt Sicherheitslücken. Ein Patch ist sozusagen der Flicken auf einem Loch, das sonst jemand ausnutzen könnte. Deshalb gilt: Updates zeitnah einspielen, nicht monatelang wegklicken.
Warum es Sie betrifft: Viele Angriffe nutzen Lücken aus, für die es seit Monaten einen Patch gäbe.
Daten werden so umgewandelt, dass sie ohne den passenden Schlüssel nur Zeichensalat sind. Das schützt Informationen beim Versand (etwa über HTTPS) und auf Geräten (etwa bei einem gestohlenen Laptop). Entscheidend ist, wer den Schlüssel hat und dass er nicht verloren geht.
Ein „virtuelles privates Netzwerk": eine verschlüsselte Verbindung durch das öffentliche Internet, wie ein eigener Tunnel durch eine belebte Straße. Unternehmen nutzen VPNs vor allem, damit Mitarbeitende von unterwegs sicher auf interne Systeme zugreifen können. Ein VPN macht Sie aber nicht automatisch „anonym" oder rundum sicher: es schützt nur den Übertragungsweg.
Beim Anmelden brauchen Sie neben dem Passwort einen zweiten Nachweis: etwa einen Code aus einer App am Handy oder einen Sicherheitsschlüssel. Wie bei einem Bankschließfach: Karte allein genügt nicht, es braucht auch den Schlüssel. Selbst wenn Ihr Passwort gestohlen wird, kommt der Angreifer so nicht hinein.
Warum es Sie betrifft: Der zweite Faktor ist die einzelne Maßnahme mit der größten Schutzwirkung für Ihre Konten.
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